Der "neue" Pier von Scheveningen

Vor dem Kurhaus erstreckt sich der Pier von Scheveningen in die Nordsee. Auf einer Höhe von 60 Metern läuft man sozusagen über das Wasser und hat bei gutem Wetter eine Fernsicht von bis zu 17 Kilometern. 

Der Pier - endlich wieder geöffnet!

Der Pier, eine Art Wahrzeichen von Scheveningen, wurde nach monatelanger Schließung Mitte 2015 wieder in Betrieb genommen. Und ich muss sagen: Er ist klasse geworden! Eine echte Bereicherung für Scheveningen. 

Was ist neu?

Der Pier sieht komplett verwandelt aus, zumindest was den überdachten Gang betrifft. Waren hier früher noch kitschige Souvenir-Geschäfte, ein Fuß-Spa und ähnliches, so ist heute die Wandelhalle trendy und einheitlich eingerichtet. Es gibt mehrere Stände, an denen man hochwertige Burger, Hot Dogs, Snacks, Bier, Cocktails etc. bekommt. Sitzen kann man entweder drinnen oder draußen auf dem Balkon. 

Riesenrad auf dem Pier

Außerdem gibt es einen "Pier-Winkel", ein Geschäft mit Souvenirs, Karten und Accessoires. Dort bekommt man auch Informationen über den Pier. Mir wurde erzählt, dass das geplante Riesenrad auf dem ehemaligen "schateiland" schon im November errichtet werden soll. 

Perle am Meer

Alles in allem ist der Pier wirklich sehr schön geworden. Man kann dort einfach mal vorbeischauen, etwas essen und trinken oder sich auf der Aussichtsplattform den Wind um die Nase wehen lassen.

Den Pier besuchen

Der Pier ist gratis zugänglich und jeden Tag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, im Sommer sogar bis 22 Uhr.

Und wie sah der Pier früher mal aus?

Als der Pier im Mai 1961 feierlich von Prins Bernhard eingeweiht wurde, war das Bauwerk der absolute Publikumsliebling von Scheveningen. Vom Kurhaus konnte man eine Brücke über den Boulevard nehmen und gelangte somit direkt auf den Pier, der sich 380 Meter ins Wasser erstreckte. Am Ende des Piers lag eine achteckige Plattform mit einem Musik-Pavillion. Man traf sich auf dem Pier zum Flanieren, Kaffee trinken und Musik hören. Am 26. März 1943 zerstörte ein Feuer die Holzkonstruktion, den Rest übernahmen die Deutschen. Sie trugen die verbliebenen Holzpfähle ab - aus Angst, der Pier könnte als Landungsbrücke für eine Invasion der Alliierten dienen. Erst im Jahr 1959 wurde mit dem Bau des neuen Piers begonnen, der etwas nördlicher als der alte errichtet wurde.

Gemälde: MuZee Scheveningen
Gemälde: MuZee Scheveningen